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Lady Blue

Manufaktur · Bolesławiec

Hände, Ton und Kobalt

Vier Kapitel, zwei Brände und eine Person an jedem Stück. So entsteht alles, was Sie in diesem Shop finden.

Manifest

Wir produzieren nicht. Wir brennen, bemalen, signieren – ein Stück nach dem anderen, in Bolesławiec (Bunzlau), von einer Hand, die man am Boden erkennt.

Handwerk

Vier Kapitel, zwei Brände

  1. Hände formen einen Becher auf der Töpferscheibe
    01

    Drehen

    Der Ton aus den Lagerstätten um Bolesławiec kommt nass und formlos auf die Scheibe. Unter dem Daumen wächst die Wand auf vier Millimeter – dicker springt sie im Ofen, dünner hält sie keinen Henkel.

    Keine Gießformen. Jeder Becher hat seinen eigenen Umfang, um Millimeter verschieden, und trocknet danach eine Woche im Regal.

    7 Tage Trocknung

  2. Geschirr nach dem ersten Brand auf einer Ofenplatte
    02

    Erster Brand

    Das getrocknete Stück kommt zum Schrühbrand in den Ofen. Der Ton verliert das restliche Wasser und wird so fest, dass man ihn ohne Sorge in die Hand nehmen kann – doch er saugt die Farbe noch auf wie Löschpapier.

    Aus jeder Ofenladung überstehen ein, zwei Stücke den Brand nicht. Risse sieht man erst, wenn der Ofen geöffnet wird, nie vorher.

    900 °C · 8 Stunden im Ofen

  3. 03

    Bemalen

    Das Kobalt wird unter die Glasur aufgetragen, direkt auf den rohen Scherben – korrigieren lässt es sich nicht, abwaschen auch nicht.

    „Herzen“ entstehen aus einem Schwammstempel und zwei Pinselstrichen, „Capybaras“ werden freihändig gezeichnet. Ein Stück bemalt eine Person: vom ersten Punkt bis zur Signatur am Boden.

    3 Striche für ein Herz

  4. Geöffneter Ofen nach dem zweiten Brand – Geschirr in voller Farbe
    04

    Glasur und zweiter Brand

    Das Eintauchen in die Glasur dauert zwei Sekunden – länger, und die Schicht läuft ungleichmäßig ab.

    Dann der zweite Brand, mit Abkühlen vierzehn Stunden. Erst in diesem Feuer wird aus dem matten, grauen Kobalt das tiefe Blau, das Sie auf den Fotos im Shop sehen.

    1240 °C · 14 Stunden im Ofen

Die Gründerin am Maltisch in der Lady Blue Manufaktur

Gründerin

„Jedes Herz wird ein wenig anders – und genau darum geht es.“

Gründerin der Manufaktur

Sie eröffnete die Manufaktur 2019 mit einer Töpferscheibe und einem einzigen Dekor – den „Herzen“: ein Schwammstempel und zwei Pinselstriche. Heute malt sie seltener, denn den Großteil des Tages bringt sie dem Team denselben Rhythmus bei.

Ein Grundsatz ist geblieben: Ein Stück bleibt vom ersten Stempel bis zur Signatur in einer Hand. Deshalb erkennt man am Boden die Hand eines Menschen, nicht ein Fließband.

  • Seit 2019
  • 5 Dekore
  • 76 Stücke im Katalog

Manufaktur

Vier Meter von der Scheibe zum Ofen

Töpferscheibe und nasser Ton am Morgen
Rohe Stücke trocknen auf Brettern am Fenster
Regal mit Geschirr, das auf den ersten Brand wartet
Kobaltpunkte werden mit dem Schwamm auf den Scherben gestempelt
Der Maltisch – Pinsel, Schwämme und Gläser mit Kobalt
Ein Becher wird in einen Eimer cremefarbener Glasur getaucht
Geöffneter Ofen mit gebranntem Geschirr
Innenansicht der Lady Blue Manufaktur in Bolesławiec

Besuchen Sie uns

Unsere Türen stehen offen

  • Di und Do, nach Vereinbarung

    Führung durch die Manufaktur

    Scheibe, beide Öfen und der Maltisch stehen in einem Raum – den ganzen Weg eines Stücks sieht man in einer Viertelstunde. Bitte melden Sie sich einen Tag vorher an: Wenn der Ofen geöffnet wird, lassen wir niemanden herein.

  • Mo–Fr 9–17 · Sa 10–14 Uhr

    Manufakturladen

    Das volle Sortiment und ein Regal mit zweiter Wahl: Stücke mit kleinen Unregelmäßigkeiten in der Glasur, nur vor Ort erhältlich und ein Drittel günstiger.

Bolesławiec

Kobalt unter der Glasur ist hiesige Technik, nicht unsere Erfindung – in Bolesławiec (Bunzlau) wird seit Generationen Keramik bemalt, und das ist bis heute lebendiges Handwerk, kein Museum. Wir arbeiten in denselben Straßen wie die Werkstätten, in denen unsere Lehrer ihr Handwerk gelernt haben.

ul. Garncarska 12 · 59-700 BolesławiecManufakturladen: Mo–Fr 9:00–17:00, Sa 10:00–14:00. Führungen: Di und Do, nach vorheriger Vereinbarung.

Dekore

Die Dekore, die hier entstehen